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Sport und Politik: „Es gibt eine historische Verantwortung Deutschlands zur Neutralität“

Da die UEFA die Beleuchtung der Münchener EM-Arena verboten hat, wollen nun andere deutsche Stadionbetreiber, darunter auch Frankfurt, ein entsprechendes Zeichen setzen.

Dazu Dirk Gaw, sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion:

„Deutschland hat angesichts der Instrumentalisierung des Sports durch die Nationalsozialisten eine historische Verantwortung zur Neutralität. Egal, ob es sich um ein politisch erstrebenswertes Ziel handelt, das mit dem Sport transportiert werden soll, oder nicht.

Es steht außer Frage, dass Homosexuelle gesellschaftlich gleichzustellen sind. Das wird aber nicht durch die Bestrahlung eines Stadions in Regenbogenfarben erreicht.

Was die Stadionbetreiber hier zeigen, ist Gratismut, denn dieselbe Aktion wäre etwa in Katar undenkbar. Es gilt, was Stefan Zweig sagt: ‚Jede Widerstandsgeste ohne Risiko ist nichts als Geltungssucht.‘“

Gaw weiter: „Die Geste der Stadionbetreiber richtet sich auch gegen Ungarn und das ist belehrend und herablassend. Hier wollen Deutsche die Bürger anderer Staaten wieder einmal darauf hinweisen, wie sie zu leben und zu denken hätten.

Davon können wir als AfD nur entschieden abraten. Es gibt durchaus berechtigte Kritik an der Politik Ungarns in Bezug auf Homosexuelle, aber dafür ist der Sport das falsche Medium.“

V. i. S. d. P.: Dirk Gaw, sportpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag